Die Sommerferien in Berlin neigen sich langsam dem Ende zu und auch unsere drei Tage Ferienprogramm sind nun leider schon wieder vorbei. Höchste Zeit also für einen kleinen Rückblick:
Letzte Woche, von Dienstag bis Donnerstag, standen in den Späth’schen Baumschulen Akrobatik und Bodenkunde auf dem Programm. Die neun Kinder im Alter von 6 bis 11 Jahren, die sich angemeldet hatten, erwartete ein abwechslungsreiches Programm. Gemeinsam mit der Zirkuspädagogin Charlotte Mehling „Lotti“ und unserer Bildungsreferentin und Bodenexpertin Dr. Karin Pirhofer ging es am ersten Tag mit Kennenlernspielen in der Sonne los.
Dabei machten wir uns auch mit den ersten Bodenlebewesen vertraut: Alle Kinder und Bildungsreferentinnen bekamen ein Tier auf den Rücken geheftet und gingen anschließend im Kreis herum. Durch gegenseitiges Fragen mussten sie herausfinden, welches Bodenlebewesen sie darstellten.
Warm gemacht von all den Spielen wurden dann zum ersten Mal die Akrobatikmatten herausgeholt. Aufgeteilt in Paare führten die Kinder erste einfache Übungen durch, darunter die „weiche“ und die „harte Spaghetti“. Bei der weichen Spaghetti liegt eine Person auf der Matte, während der*die Partner*in versucht, Arme und Beine anzuheben – diese bleiben dabei allerdings ganz locker und labbrig. Die harte Spaghetti dagegen kann an den Füßen vom Boden hochgehoben werden, sodass nur noch Nacken und Hinterkopf den Boden berühren.
Außerdem lernten wir die Position der „Bank“ kennen: Eine stabile Bank sollte nicht so schnell umgeworfen werden können und der*die Partner*in kann versuchen, sich auf ihr abzulegen.
Zum Mittagessen gab es Waffeln mit Apfelmus. Das einzige Manko: In der Draußenküche stellte sich die Herstellung guter Waffeln doch als mühseliger heraus als gedacht.
Nach der Mittagsstärkung ging es weiter mit Akrobatik. Dieses Mal hatte Lotti im hinteren Teil des Gartens Matten ausgelegt und darauf Karten von Menschenstatuen verteilt. Für einige Figuren wurden zwei, für andere drei oder sogar vier Menschen benötigt. Mit viel Elan teilten sich die Kinder immer wieder neu auf, um die verschiedenen Statuen – beispielsweise ein Stadttor – nachzustellen. Natürlich wurde dabei immer Hilfestellung geleistet, und alle waren begeistert, wie gut sich die Figuren gemeinsam nachmachen ließen. Sodass sich schon eine erste Sequenz für die Abschlussaufführung herausstellte.
Ganz zum Schluss wurden noch ein paar Kinder, die Lust hatten, von allen anderen gemeinsam in derselben Position wie die harte Spaghetti hochgehoben!
Der erste Tag des Ferienprogramms fand seinen Abschluss auf dem Weltacker. Die FÖJlerin Clara und der Praktikant Philipp hatten eine Rallye vorbereitet. In Zweierteams machten sich die Kinder auf den Weg und suchten beispielsweise heraus, was die Milpa ist oder welches derzeit die größte Pflanze auf dem Acker ist und dann kamen auch schon die ersten Eltern zum abholen auf das Gelände gefahren.
Seit 2022 begleitet uns der Weltacker-Jugendrat – ein spannendes Projekt, das junge Menschen in Berlin zusammenbringt. Sie haben alle ein Ziel: Mitbestimmung in der Berliner Ernährungspolitik!