Was passiert eigentlich mit dem Getreide, das auf dem Weltacker wächst?
Diese Frage begleitet uns schon länger. Denn jedes Jahr reifen auf unseren 2000 m² Weizen, Hafer, Gerste, Hirse, Roggen, Mais und sogar Reis. Sie zeigen eindrucksvoll, welche Kulturen unsere Ernährung weltweit sichern. Doch nach der Ernte stellte sich immer wieder dieselbe Frage: Wie können wir dieses Getreide sinnvoll weiterverwenden?
Genau dieser Herausforderung haben sich vier Student*innen der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) angenommen – und dabei etwas entwickelt, das nicht nur nachhaltig, sondern auch ziemlich lecker ist: das Ackerplätzchen – Ein Plätzchen Acker.
Im Rahmen ihres Praxisprojekts wollten die Studierenden nicht einfach nur ein Rezept entwickeln. Ihr Ziel war es, eine Lösung für ein ganz praktisches Problem auf dem Weltacker zu finden: Unsere Getreideernte sollte nicht länger nur Anschauungsmaterial sein, sondern Teil eines echten Produkts werden.
Doch das war leichter gesagt als getan. Schließlich wachsen auf dem Weltacker ganz unterschiedliche Getreidearten – von Weizen über Gerste und Hafer bis hin zu Hirse und Reis. Welche davon eignen sich überhaupt zum Backen? Welche Kombination schmeckt am besten? Und wie entsteht daraus ein Keks, der den Weltacker auch geschmacklich erlebbar macht?
Bevor die ersten Kekse aus dem Ofen kamen, stand zunächst Recherche auf dem Programm. Anschließend wurde ausprobiert, verworfen, neu gemischt und wieder gebacken. Mehrere Rezeptvarianten entstanden, wurden verkostet und weiterentwickelt.
Am Ende stand das fertige Ackerplätzchen – ein Keks, der Weizen, Reis, Hirse, Gerste und Hafer aus dem Weltacker miteinander verbindet. Das passende Rezept gehört natürlich ebenfalls dazu.
Bei der Abschlusspräsentation am 26. Juni 2026 durfte das Ackerplätzchen dann endlich probiert werden. Gemeinsam mit dem Schwesterstudiengang Ökolandbau und Vermarktung bereiteten die Studierenden ein Buffet vor und stellten ihre Projektergebnisse vor.
Für die vier Studierenden steht jetzt nur noch die schriftliche Ausarbeitung an. Für uns beginnt dagegen vielleicht etwas Neues: Aus einer Idee zur besseren Nutzung unserer Getreideernte ist ein Produkt entstanden, das den Weltacker auf eine ganz neue Weise erlebbar macht.
Wer weiß – vielleicht gibt es das Ackerplätzchen schon bald nicht mehr nur bei Projektpräsentationen, sondern auch bei Veranstaltungen auf dem Weltacker.
Wir würden uns jedenfalls über viele gemeinsame Keksrunden freuen.