Im Wintersemester 2025/26 fand an der BHT die HACKademy im Rahmen des „Berlin Open Lab – Co-Creation und Prototyping mit Stadtakteur*innen“ statt. Unterstützt durch die Lehrbeauftragte Barbara Uhde arbeiteten die Studierenden eng mit dem Weltacker Berlin e. V. zusammen. Ziel der Kooperation war die Entwicklung und Durchführung mehrerer Aktionstage rund um das Thema „Vom Boden zum Bewusstsein. Globale Ernährungsgerechtigkeit“. Neben kreativen Installationen entstand ein vielfältiges Begleitprogramm, das die komplexen Zusammenhänge anschaulich erfahrbar machte.
Wie können wir die Themen gesunde Böden, Intensivtierhaltung, Lebensmittelverschwendung und nachhaltige Ernährung so aufbereiten, dass sie nicht nur informieren, sondern auch zum Nachdenken und Handeln anregen? Die Studierenden hatten die Aufgabe, Ausstellungsstücke für eine Wanderausstellung zu entwerfen und diese im Rahmen von drei Aktionstagen an der BHT zu präsentieren. Ergänzt wurde das Programm durch Workshops, eine Filmvorführung und ein Pub-Quiz.
Nach einer thematischen Einführung tauchten die Studierenden im Austausch mit dem Projektpartner Impact Hub Berlin und den Berliner Startups Roots Radicals und CinSOIL in die Welt nachhaltiger Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion ein. Roots Radicals zeigte, wie aus vermeintlich „unperfekten“ Lebensmitteln wertvolle Produkte wie Fermente und Marmeladen entstehen. Außerdem erfuhren die Studierenden, warum genießbare Lebensmittel von der Agrarindustrie aussortiert werden und wie sie Lebensmittelverschwendung reduzieren können.
Besonders inspirierend: der Besuch auf dem Weltacker in Pankow. Vor Ort konnten sich die Studierenden auf 2.000 m² einen Überblick über global angebaute Nutzpflanzen verschaffen, von Getreide über Hülsenfrüchte bis zu Baumwolle. Hier wurde deutlich, wie unser Konsumverhalten globale Ackerflächen, Umwelt und Klima beeinflusst – und warum wir dringend ein Umdenken brauchen.
In Ideathons und HACKathons entwickelten die Studierenden ihre Ausstellungsstücke weiter. Nicht jede Idee führte sofort zum Ziel, aber am Ende stand eine Vielzahl kreativer Installationen, die beim Aktionstag präsentiert wurden.
Die Studierenden setzten ihre Ideen in neun beeindruckende Installationen um – jede mit einem eigenen Fokus, aber alle mit demselben Ziel: Bewusstsein schaffen und zum Handeln motivieren.
Die Kooperation mit der HACKademy hat gezeigt, wie Kreativität, Wissenschaft und Aktivismus zusammenwirken können, um komplexe Themen greifbar zu machen. Die Installationen regen nicht nur zum Nachdenken an, sondern zeigen auch innovative Lösungsansätze und konkrete Handlungsmöglichkeiten auf – für eine gerechtere und nachhaltigere Zukunft.
Ein großes Dankeschön an alle Studierenden, die mit ihrer Energie und ihren Ideen diesen Aktionstag möglich gemacht haben! Wir freuen uns auf weitere spannende Projekte.