Am Montag, den 8. Juni 2026, besuchte der Berliner Bausenator Christian Gaebler SPD erstmals die Flächen der Späth’schen Baumschule, auf denen nach aktuellen Überlegungen Wohnungsbau entstehen könnte. An der Begehung nahmen unter anderem von der SPD Lars Düsterhöft und Julia Dittmar, Bezirksbürgermeister Oliver Igel SPD, die Geschäftsführerinnen der Späth’schen Baumschule Laura Lichtenheldt und Susanne Schmohl, Karoline Leu, der ehemalige Geschäftsführer Holger Zahn, Susanne Schneider-Kettelför für die Öffentlichkeitsarbeit der Späth’schen Baumschulen, Dr. Anika Dreilich vom Arboretum der Humboldt-Universität sowie Gesine Schaumann vom Weltacker Berlin e. V. teil.
Im Frühjahr waren erste Pläne für eine mögliche Bebauung bekannt geworden. Daraufhin initiierte die Geschäftsführung der Späth’schen Baumschule eine Petition gegen die geplanten Vorhaben. Die Petition wurde inzwischen geschlossen und erreichte knapp 22.000 Unterschriften. Das große Interesse zeigt, welchen Stellenwert die traditionsreiche 300-jährige historische Baumschule und ihre Bildungs- und Forschungsangebote für viele Menschen hat.
Bei dem Besuch vom Bausenator Herrn Gaebler wurde über die Entwicklung eines Wohnquartiers mit rund 2.500 Wohnungen gesprochen, von denen ein Teil als sozialer Wohnungsbau vorgesehen sein soll. Gleichzeitig betonte die Späth’sche Baumschule ihr Anliegen, den Umweltbildungscharakter des Geländes langfristig zu erhalten.
Die nächsten Schritte sehen vor, dass beauftragte Projektplaner des Senats gemeinsam mit dem Berliner Bausenator das Struktur- und Nutzungskonzept überarbeiten. Bevor dieses dem Senat zur weiteren Entscheidung vorgelegt wird, erhält auch die Späth’sche Baumschule die Möglichkeit, das Konzept einzusehen und dazu Stellung zu nehmen. Im Anschluss sollen die weiteren Verhandlungen mit der insolventen Eigentümergesellschaft des Geländes erfolgen. Damit beginnt zunächst die planerische Erarbeitung eines Konzepts für Flächen, die sich nicht im Eigentum des Landes Berlin befinden.
Nach aktuellem Stand sind kurzfristig keine Veränderungen zu erwarten. Auch in den kommenden Jahren können Kinder aus Treptow-Köpenick und Neukölln, Schulklassen, Initiativen und viele weitere Interessierte den Weltacker besuchen und dort kostenfrei Bildung rund um nachhaltige Landwirtschaft und Ernährung erleben.
Wir verfolgen die weiteren Entwicklungen aufmerksam und informieren, sobald es neue gesicherte Informationen gibt.